Gasheizung im Check: Kosten, Funktion und Förderungen

**Gasheizung Titel wird hier eingefügt**

Die Gasheizung ist bereits seit über 100 Jahren sehr populär. Ein Wechsel zu einer neuen Gasheizung kann sich jedoch lohnen. Moderne Brennwerttechnik und die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten z.B. mit einer Solarthermieanlage machen die Gasheizung äußerst effizient und klimaschonend. Zudem besticht sie durch ihre kompakte Bauweise und verhältnismäßig günstige Anschaffungskosten.

In diesem Artikel nehmen wir die Gasheizung genauer unter die Lupe und erklären Ihnen mögliche Kosten, die Funktionsweise und Fördermöglichkeiten bei einem Heizungswechsel.

In diesem Artikel:

Was kostet eine neue Gasheizung?

Kosten einer einfachen Gasheizung

Die Kosten einer neuen Gasheizung hängen von verschiedenen Faktoren ab wie der zu beheizenden Fläche und Ausstattung des Gerätes. Bei einem einfachen Tausch Ihres alten Wandgerätes gegen eine neue Gasheizung können für ein Standardhaus (2-4 Personen, nur ein Heizkreis) Kosten von 4.000,- bis 6.000,- Euro zzgl. MwSt. inklusive Montage veranschlagt werden.

Kosten einer Gasheizung mit Warmwasserspeicher

Ist zusätzlich zur Gasheizung ein Warmwasserspeicher gewünscht, beispielsweise um mit Solarthermie die Sonnenenergie in Heizwärme umzuwandeln, entstehen weitere Kosten. Je nach Größe und Ausstattung können hier mit Warmwasserspeicher, Heizanlage und Installation insgesamt 7.000,- bis 9.000,- Euro zzgl. MwSt. anfallen.

Ausstattungsmerkmale: Brennwertleistung

Hochwertige Geräte punkten unter anderem mit einer feineren Brennwertleistung. Sie können kleiner brennen und damit auch bei Übergangstemperaturen effizient heizen. Einfach gesagt: Ein Gerät mit feinstufiger Brennwertleistung kann einen 2°C Raumtemperaturunterschied einfach konstant beheizen. Andere Geräte müssen hierfür takten. D.h. sie heizen mit voller Leistung und unterbrechen dann. Dies ist deutlich ineffizienter und damit kostenintensiver.

Wie funktioniert eine Gasheizung?

Bei einer Gasheizung wird Wärme durch die Verbrennung von Gas erzeugt. Mit der Wärme wird das Heizwasser über einen Durchlauferhitzer erhitzt. Eine Pumpe leitet dann das warme Heizungswasser in die Heizkörper.

Heute ist bei modernen Gasheizungen die sog. Gas-Brennwertheizung der Standard. Unter Einsatz der Brennwerttechnik können Gasheizungsanlagen einen Wirkungsgrad von bis zu 98% erreichen. Dies bedeutet, dass nur minimal Energie bei der Umwandlung von Gas zur Heizkraft verloren geht.

Die Brennwerttechnik einfach erklärt:

Bei der Verbrennung von Gas entstehen Abgase, welche heißen Wasserdampf enthalten. Über eine  Durchleitung des Abgases durch den Wärmetauscher wird die überschüssige Wärme aus dem Abgas genutzt um das Heizungswasser vorzuwärmen. Bei diesem Vorgang fällt die Temperatur des Abgases soweit ab, dass der Wasserdampf kondensiert und als Kondensat abgeleitet werden muss.

Zum Vergleich

  • Alter Gaskessel: 70°C im Heizungsvorlauf entspricht einer Abgastemperatur von 90°C bis 125°C.
  • Gasbrennwertkessel: 70°C im Heizungsvorlauf entspricht einer Abgastemperatur von max. 65°C.

Dieser Vergleich zeigt, dass die Energieverluste sehr gering ausfallen, da praktisch keine überschüssige Energie nach draußen geleitet wird.

Kombination der Gasheizung mit Solarthermie:

Eine Brennwertheizung kann auch mit Solarthermie kombiniert werden. Dafür wird die aus der Solarthermie gewonnene Energie der Sonne zur Warmwasserbereitung oder sogar Heizungsunterstützung genutzt. Dies abhängig von der Größe der Solarthermieanlage. Je nach notwendiger Heizungsleistung schaltet sich die Gasheizung ergänzend ein. So können Heizkosten gesenkt und die Umwelt geschont werden.

Der Begriff der Gasheizung wird als Oberbegriff der unterschiedlichen Gasheizungsarten verwendet.

Gasheizung, Gastherme und Gaskessel: Das bedeuten die Begriffe

Gastherme:

Die Gastherme ist platzsparend und wird zumeist hängend an der Wand befestigt. Sie erhitzt das Heizwasser im Durchlaufverfahren ohne es zu speichern. In einfacher Ausstattung erhitzt sie entweder das Heizungswasser oder das Warmwasser. Es gibt jedoch auch Kombithermen, welche sowohl die Warmwasseraufbereitung als auch die Heizungswärme übernehmen können.

Gaskessel:

Ein Gaskessel war früher ein bodenstehender Kessel, der bei hohem Wärmebedarf, bspw. in Mehrfamilienhäusern, verwendet wurde. Inzwischen wird der Gaskessel wegen seiner langen Lebensdauer immer häufiger auch in Einfamilienhäusern eingesetzt. Hierfür spricht auch, dass die neuen Brennertechniken auch im Gaskessel ein effizientes Brennen möglich machen.

Je nach Größe und Bedarf der Heizungsanlage wird entsprechend eine Gastherme oder ein Gaskessel verwendet. Auch moderne Gaskessel nutzen die Brennwerttechnik, die sogenannten Brennwertkessel.

Gas-Hybridheizung:

Eine Gas-Hybridheizung besteht aus einer klassischen Gasbrennwertheizung in Kombination mit erneuerbaren Energien. Beispielsweise kann eine Gas-Hybridheizung mit einer Solarthermie-Anlage oder Luft-Wärmepumpe kombiniert werden.

Ein Monteur stellt den Gasbrennwertkessel bei Installation der Gasheizung ein.
Einstellung eines Gasbrennwertkessels

Welche Fördermöglichkeiten bestehen für neue Gasheizungen?

Fördermittel für den Heizungstausch von Gasheizungen bestehen auf Bundes- und Landesebene. Bundesweit fördert etwa das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) den Tausch von Heizungen. Bei Neubauten und Vollsanierungen fördert die KfW Vorhaben.

Die verschiedenen Förderungen lassen sich teilweise auch kombinieren. Bei dem Einbau oder Austausch von Heizungen achten unsere Experten immer auch auf bestehende Fördermöglichkeiten und beraten Sie gerne dazu.

BAFA Förderung setzt Einsatz regenerativer Energien voraus

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) des BAFA fördert unter anderem Einzelmaßnahmen zur Sanierung oder Modernisierung. Hierunter fällt auch der Wechsel zu einer effizienteren Heizung. Allerdings setzt die Förderung den Einsatz einer Gas-Hybridheizung oder einer Gasheizung voraus, die künftig erneuerbare Wärmeerzeuger integrieren kann und min 25% der Heizlast des Gebäudes abdeckt. Dafür sind bis zu 45% Förderung möglich.

Mehr Informationen zu den Förderprogrammen des BAFA inklusive eines Förderfinders gibt es auf https://www.deutschland-machts-effizient.de/

Förderungen der Gasheizung in Hamburg

Auch die Hamburgische Investitions- und Förderbank fördert den Einbau oder Austausch einer Gasheizungsanlage. Auch hier gibt es attraktive Förderungen bei gleichzeitiger Installation einer förderfähigen Solarthermieanlage.

Was ist bei einer Gasheizung ab dem 1.7.2021 in Hamburg zu beachten?

Das Hamburgische Klimaschutzgesetz sieht vor, dass beim Heizen mit neuen Heizungsanlagen in Hamburg ab dem 1.7.2021 ein Mindestanteil des Wärmeenergiebedarfes aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden muss. Diese sogenannte EE-Pflicht kann durch verschiedene Möglichkeiten erfüllt werden, bspw. durch Solarthermie oder die Verwendung von Biogas. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in unserem Ratgeber zum Hamburgischen Klimaschutzgesetz. Unsere Experten beraten Sie hierzu auch beim Einbau einer neuen Heizung.

Hamburger Klimaschutzgesetz Symbolbild mit einem Paragraphen

Fazit: Gasheizung kaufen vom Heizungsexperten - Jetzt Angebot einholen

Die Gasheizung ist eine der beliebtesten Heizungsarten in Deutschland und kann aufgrund ihrer Effizienz, kompakten Bauweise und verhältnismäßig günstigen Anschaffungskosten die passende Heizungsart für Sie darstellen. Nutzen Sie gerne den Heizungsrechner auf unserer Webseite für ein unverbindliches Angebot.

Gerne beraten wir Sie für Ihren Heizungstausch mit einer Gasheizung. Dabei besprechen wir mit Ihnen auch die verschiedenen Fördermöglichkeiten und die Anforderungen des Hamburger Klimaschutzgesetzes.

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